FlatPress My FlatPress blog FlatPress Admin 2021 2021-10-24T02:15:28+00:00 Admin ~/ Shaiko - eine Projektwoche. ~/?x=entry:entry201104-234011 2020-11-04T23:40:11+00:00 2020-11-04T23:40:11+00:00

Einen besonderen Höhepunkt der Frederick-Lesereise 2020 haben mir die sechsten Klassen der Glemstalschule in Schwieberdingen beschert. 
Ich habe wirklich mit Vielem gerechnet, jedoch nicht damit, dass eine Schule eine komplette Projektwoche aus meinem Buch macht, weil sie so viele Inhalte findet.

Mit Shaiko ist ein Buch entstanden, das mir sehr wichtig geworden ist, denn nach langer Recherche und einem Kampf, den ich schon vorab (und jetzt wieder) für sie kämpfen musste, sind mir die Haie wahnsinnig ans Herz gewachsen und ihre Rettung ist mir ein großes Anliegen. 
Dass ich auch Kinder damit so begeistern kann und innerhalb des letzten Jahres so viele junge engagierte und interessierte Haischützer getroffen habe, macht das Ganze nur noch wertvoller. Nicht zuletzt deshalb, weil mich das ein bisschen überrascht hat. 

Schon im Vorfeld dieser besonderen Lesung war meine Korrespondenz mit der zuständigen Lehrerin so zauberhaft, dass ich mich auf diesen Tag ganz besonders gefreut habe. [Mehr lesen…]

Huhn, Prinzessin oder Königin? Eine Datinganleitung für Vollidioten, Ritter, oder Könige. ~/?x=entry:entry190807-115905 2019-08-07T11:59:05+00:00 2019-08-07T11:59:05+00:00

Gut.
Eingangs gebe ich vielleicht besser gleich zu, dass man als Frau Mitte dreißig tatsächlich besondere Ansprüche an ein Date hat.
Dementsprechend bin ich nicht sicher, ob das Nachfolgende von Frauen aller Altersgruppen unterschrieben werden würde.
Allerdings ändern sich manche Dinge nie.

Zum Beispiel die Tatsache, dass wir alle tief im Inneren gerne Prinzessinnen sind, gerne wären oder mal waren.
Es gibt nur eine Zeit im Leben der Frau, in der sie das nie öffentlich zugeben würde.
Ist irgendwie uncool.
Man will ja keinen Stress machen.
Und nicht so zickig sein wie die anderen Zicken.
Ich schätze, bei den meisten spielt sich das zwischen Mitte und Ende zwanzig ab.
Frau findet es cool, mehr Alkohol zu vertragen als ihr Kerl und kennt sich mit Fußball aus.
Nicht, weil es sie interessiert.
Eher weil sie im Ansehen seiner Kumpels und damit gleichzeitig auch in seinem steigt.
Haben wir alle durchgemacht.

Zwischen Ende zwanzig und Anfang dreißig setzt leider die Torschlusspanik ein.
Weil alle heiraten, Häuser bauen, Kinder kriegen.
Und die, die das nicht tun, bleiben übrig.
Und kriegen natürlich von den anderen schön aufs Brot geschmiert, dass es ja irgendwie auch ein Verdienst ist, Glück zu haben.
Heißt im Umkehrschluss:
Wenn du kein Glück in Form von Mr. Right hast, dann verdienst du es auch nicht, weil du nicht genug dafür tust.
Diesen selbstgerechten Klugscheißerinnen kann man letztendlich nur in ihr Bewertungssystem grätschen, indem man Karriere macht.
Das ist die einzige Entschuldigung, die sie gelten lassen.
Denn das ist immerhin auch eine Form von Verdienst.
Halt ein anderer.
Einfaches Pech zählt ja heute nicht mehr.

Blöd ist nur, dass man damit irgendwann an einen Punkt gelangt, an dem man nicht mehr zwangsläufig nach einem Partner sucht.
Man hat sich so an den eigenen Erfolg, das große Bett und das neu gefundene Selbstbewusstsein gewöhnt, dass man sich immer öfter fragt, wozu man diesen Mr. Right eigentlich brauchen sollte?
Zumal man ihn im Laufe der letzten Jahrzehnte schon so oft vermeintlich gefunden hatte.
Bis sich rausgestellt hat, dass man zusammen doch nicht kompatibel oder er einfach nicht der Superheld war, den man in ihm gesehen hat.

Damals hat man auch noch behauptet, er müsse gar kein solcher sein.
Und genau da beginnt die Problematik mit Mitte dreißig:
Plötzlich gibt man offen zu, dass man sich mit niemand geringerem als einem Superhelden zufrieden geben will.
Er soll nicht dümmer sein als man selbst, oder zumindest nur in Bereichen, in denen man es nicht merkt, weil man selbst nix auf dem Kasten hat.
Er soll gute Manieren haben.
Er soll natürlich unverschämt gut aussehen.
Er soll sich im Klaren darüber sein, dass man keine Prinzessin ist.
Sondern eine Königin, die längst aus den Prinzessinnenschuhen gewachsen ist und dementsprechend auch mittlerweile andere Ansprüche hat:
nämlich keinen Prinzen, sondern einen König will.
Oder eben einen Superhelden.
Tolles Auto, dickes Bankkonto…gut…das wäre die Sahnehaube obendrauf.
Aber letztendlich macht Sahne ohnehin nur dick und Geld verdienen Königinnen selbst. [Mehr lesen…]

Ich bin aus Versehen auf ein Prinzessinnenherz getreten - Eine Reparaturanleitung ~/?x=entry:entry190807-115142 2019-08-07T11:51:42+00:00 2019-08-07T11:51:42+00:00

Ladies, kennt ihr das?
Wenn einfach jemand, ohne zu fragen, auf euer Herz tritt?
Klar, ich höre jetzt schon die empörten Stimmen des anderen Geschlechts:
“Booooh…das machen Frauen bei Männern auch.”
Stimmt.
Allerdings gehen Männer anders damit um.
Meistens zumindest.
Sie betrinken sich einfach.
Vielleicht besprechen sie “den Fall” noch mit einem Kumpel.
Und dann gehen sie ihrem Tagesgeschäft nach.
Vergessen den Stress.
Vielleicht auch die Zicke, die ihn angezettelt hat.
Suchen sich ne Neue.
Oder auch nicht.

Wir Frauen sind da ja anders.
Natürlich.
Bei uns ist das alles ein bisschen komplexer.
Wir schrecken nicht mal davor zurück, uns nach so einer Herzattacke selbst in Sackgassen zu manövrieren.
Sackgassen, aus denen wir nie wieder heraus kommen.
Warum?
Na, weil uns unser Stolz im Weg steht.

Vereinfacht - damit auch Männer das verstehen - kann man das etwa so darstellen:
Der Typ, dem Prinzessin aktuell den Heiligenschein aufsetzt, tritt ihr ordentlich aufs Herz.
Weil er etwas total bescheuertes macht.
Oder etwas epochal blödes sagt.
Vielleicht auch, weil er gerade in dem Moment, in dem er etwas sagen sollte, nichts sagt.
Oder umgekehrt.
Gründe für gequetschte Prinzessinnenherzen gibt es viele.
Zumindest weit mehr, als Prinzen sehen und verstehen.
Das ist mal klar.
Soweit wissen das sogar Männer.
Was aber danach passiert, ist ziemlich kompliziert.
Die Prinzessin nämlich, will ja Prinzessin sein, aber keine Zicke.
Was tut sie also?
Genau: Sie zickt nur latent rum.
Weil sie denkt: “Dann merkt er, dass ich gekränkt bin, ich muss es aber nicht direkt sagen.”
Blöd ist nur: Der merkt gar nix.
Vielleicht merkt er gerade noch, dass sie ziemlich angepisst ist.
Aber warum?
Keine Ahnung.
Die sagt ja nix.
Und wenn sie nix sagt, kann’s ja nicht an ihm liegen.
Vielleicht hat sie ihre Tage.

So sicher wie das Amen in der Kirche setzt an dieser Stelle Teil zwei des Dilemmas ein.
Dass der Typ nix merkt ist für sie nämlich gleichbedeutend mit:
Es ist ihm scheißegal.
Und damit…
Trommelwirbel…
…genau: tritt er schon wieder auf ihr Herz.
Mitten rein.
Und langsam tut es echt weh, weil er immer auf die gleiche Stelle tritt.
Mit letzter Kraft versucht die Prinzessin Haltung zu bewahren.
Höchstens kurz auf dem Klo heulen.
Aber auf jeden Fall die Zickenhörner weiter im Zaum halten.
Und sie packt schon mal.
Ihre Sachen.
So, dass er es sieht.
Für den Fall, dass sie bei ihm zu Besuch ist, antwortet sie auf seine Frage (falls die kommt):
Sie wolle nach Hause.
Für den Fall, dass sie bereits ein gemeinsames Zuhause haben, antwortet sie:
a) zu Mama, b) zur besten Freundin, oder c) einfach “weg”.
Weil sie denkt, dass er dann doch merken muss, dass es ihr wirklich gar, gar, gar nicht gut geht.
Weil ihr Herz weh tut.
Schließlich tritt er dauernd drauf.

Falls er wiederum wahnsinnig einfühlsam ist, kann sie sich glücklich schätzen, wenn er ein einfaches “Okay.” vielleicht noch gegen ein “Warum?” eintauscht.
Kurze Hilfe für die Herren:
“Okay.” heißt für eure Prinzessin: “Alles klar. Dann hau ab. Mir doch egal.”
Das ist gleichbedeutend mit einem vorsätzlichen Herzbruch durch Desinteresse an ihrer Person.
“Warum?” könnte die Sache noch retten.
Könnte.
Eigentlich.
Doch leider, leider... [Mehr lesen…]